And I'm on fire...
 - Kasabian (Fire)
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“Chase This Light” – Ja, gerne!

12. November 2007

Musiktöne

Mit rockig-wilden Klängen beginnt das siebte Album von Jimmy Eat World und könnte damit einen vielleicht nicht ganz unbeabsichtigten frühzeitigen Eindruck auf das Gesamtalbum erwecken. Denn ganz so wild ist die Platte nicht geprägt; melodischer und fröhlicher im Vergleich zu Futures bezeichnet die Band selbst ihr neustes Werk.
Freundlicherweise wurde mir zu Rezensionszwecken das Album zur Verfügung gestellt, um mir selbst ein perfektes Bild vom Album machen zu können. Nach längerem rauf und runter hören (das Album ist schon seit dem 19. Oktober in Deutschland erhältlich) folgt hier nun meine ganz persönliche Meinung zu “Chase This Light”.

Jimmy Eat World - Chase This Light - Cover

  • Big Casino macht den Anfang: es ist sowohl Opener des Albums wie auch erste Singleauskopplung. Es fetzt, ohne Frage, aber geht dabei nicht so sauber ins Ohr wie zum Beispiel Pain von Futures. Es als erste Single zu nehmen war wohl die richtige Entscheidung, da es ein wilderer und zugleich nicht zu gewagter Track ist. {7/10}
  • Let It Happen folgt und ist schon gleich nicht mehr so rebelisch-wild, wenn auch nicht gleich ruhiger. Die Lyrics gefallen und der Refrain dringt gut durch. Die Melodie tut ihr übriges, toll! Gefällt mir besser als der Opener. {9/10}
  • Always Be fokussiert eindeutig mehr den Gesang, was bei den Lyrics wohl auch kein Fehler sein mag. Vor allem bei dem Lied, wird die Schublade Emo für Jimmy Eat World wieder ein Stück breiter. Trotz wirklich tollen Gesang wirkt es eine Spur monoton, was wohl an den eher unspektakulären begleitenden Instrumenten bzw. deren Tönen liegen mag. Daher reicht’s für die Perfektion nicht aus. {8/10}
  • Carry You beginnt mit ruhiger Stimme und behält diese auch bei. Im Refrain äußert sich das dann mit perfekt langezogenen Silben. Erneut gefallen mir die Lyrics gut. Am Anfang ist es musikalisch ein wenig schleppend; die Stärken hebt sich das Lied für’s Ende auf. {8/10}
  • Electable (Give It Up) kommt dann wieder ein Level wilder daher. Eo-Oh-Eo-Oh’s begleiten den Refrain und nach knapp 3 Minuten hat es sich auch schon ausgerockt. {7/10}
  • Gotta Be Somebody’s Blues ist wohl der am meisten kritisierte und/oder hervorgehobene Song der Platte und für mich eindeutig das stärkste Stück: das doch schon recht gewagte Stück hat sich gelohnt. Die Ballade sticht hervor mit hervoragenden Lyrics in passend perfekter musikalischer Atmosphäre. Ich kann es kaum erwarten das Stück live zu erleben. {10/10}
  • Feeling Lucky fehlt leider der Hauch, der es zu etwas besonderem macht. Das “take a look around” nach 30 Sekunden schwingt zwar toll rüber, ebenso wie andere Ausdrücken an anderen Stellen, aber es wirkt eben auch zu monoton. Schlecht ist es dadurch zwar nicht, aber eben leicht austauschbar. {5/10}
  • Here It Goes kommt schon recht poppig daher, aber dringt (deswegen?) ziemlich gut durch. Schade, da wurde etwas mit den knallbunten Farben übertrieben. Weniger Pop und der Track wäre nahezu perfekt. {7/10}
  • Chase This Light ist wohl der Song bei den man beim ersten Durchhören die meisten Erwartungen hat, gerade weil er als Titelsong ausgewählt wurde. Zum anhören und gleichzeitigem träumen eignet sich der Song bei den Lyrics und der ruhigen Atmosphäre schon nahezu perfekt. {8/10}
  • Firefight ist für mich das, was man von der Band zu lieben gewöhnt ist. Zwar habe ich den Song bisher noch nicht so gut im Ohr wie andere Stücke, aber das wird sicher noch kommen. Und live geht er sicherlich eine Stufe mehr ab. {9/10}
  • Dizzy weiß auch mit tollen Lyrics und tollem Gesang zu überzeugen. Ebenfalls ein Stück, bei dem sich gerne zum Nachdenken und Träumen zurücklehnt. Ist überings momentan laut Vote auf der offizielen Webseite mit 25% der beliebteste Track des Albums. {8/10}
  • Be Sensible kommt als Bonustrack für den meines Wissens nach australischen und europäischen Markt daher (keine Grantie drauf). Ich weiß aber nicht genau, warum er es nur als Bonustrack geschafft hat, da er für mich auf dem Album den zweitstärksten Song darstellt. Lyrics, Melodie, Gesang und die damit erzeugte Atmosphäre laden zum Schluss des Albums nochmal zum Träumen ein. Sehr schön. {9/10}

Zusammengefasst sind leider manche Stücke der Monotonie etwas zum Opfer gefallen und die rockbaren Tracks überzeugen nicht ganz so sehr wie die ruhigen Stücke. Wer aber Jimmy Eat World insbesondere auch wegen ihren ruhigen Liedern mag, wird nicht enttäuscht werden. Allein Gotta Be Somebody’s Blues ist schon ein einzigartiges Erlebnis.
Ein hübsch anzusehnde Klappheft mit den Lyrics der Stücke (leider ohne dem Bonustrack) gibt’s beim Albumkauf dazu.
Insgesamt komme ich beim Album auf eine 4 von 5 Sternen Wertung. Weitere Informationen zu Jimmy Eat World gibt’s natürlich auf der überarbeiteten offizielen englischsprachigen Webseite oder der offizielen deutschen Webseite.

Wem das Album auch gefällt und Jimmy Eat World möglichst bald live erleben möchte, darf sich freuen. Seit einigen Tagen stehen die Tourtermine für Deutschland fest:

  • 29.01.2008 – Köln, Live Music Hall
  • 30.01.2008 – Hamburg, Große Freiheit
  • 31.01.2008 – Berlin, Huxleys
  • 02.02.2008 – Bielefeld, Ringlokschuppen
  • 07.02.2008 – Bremen, Aladin
  • 09.02.2008 – München, Muffathalle
  • 14.02.2008 – Wiesbaden, Schlachthof
  • 15.02.2008 – Nürnberg, Löwensaal

Ich selbst werde vermutlich in Bielefeld dabei sein. Der Ringlokschuppen ist eine ganz nette Location. Und dann wird sich zeigen, wie sich das Album live denn so schlägt.

3 Reaktionen »
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3 Trackbacks zu ““Chase This Light” – Ja, gerne!”
3 Kommentare zu ““Chase This Light” – Ja, gerne!”
  1. Gravatar of Hendrik
    Hendrik
    12.11.2007 14:24

    Sehr guter und netter Artikel, bin mal gespannt auf das album, habe es noch nicht.

    habe im übrigen auch interesse an der tour, z.b. in bielefeld :) aber der preis muss stimmen^^

  2. Gravatar of Robert
    Robert
    13.11.2007 08:55

    Hm… wenn ihr beiden Interesse am RLS-Konzert habt, dann jetzt aber schnell…

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